Phospaht

Die biologische Phosphateliminierung

Jeder Einwohner verursacht im Durchschnitt einen Phosphateintrag von ungefähr 1,5‒3 g/Tag ‒ wovon etwa ein Drittel auf die Nutzung von Waschmitteln und zwei Drittel auf die Nahrungsaufnahme mit entsprechender Ausscheidung zurückzuführen sind.

Phosphat kann bei der Abwasserbehandlung biologisch und/oder chemisch entfernt werden. Die Grundlage der biologischen Phosphateliminierung ist die Fähigkeit heterotropher Bakterien bei aeroben Bedingungen vermehrt Phosphat als Polyphosphat zu speichern. Unter anaeroben Bedingungen wird das Polyphosphat wieder aus den Zellen freigesetzt und dient somit als Energiequelle während der anaeroben Phase. Das Bakterienwachstum ist während dieser Phase gehemmt. Beim erneuten Übergang in die Belüftungsphase dienen die eingelagerten Speicherstoffe als Energie für eine schnelle Anpassung an die aerobe Umgebung und die Aufnahme der Stoffwechsel- und Wachstumsvorgänge. Der hierbei erzielte Energiegewinn dient wiederum der Aufnahme und dem Einbau von Phosphat.