Kohlenstoffabbau

Der biologische Kohlenstoffabbau

Das typisch häusliche Abwasser kann als eine Nährlösung von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen betrachtet werden. Während des aeroben Abbauprozesses in den Belüftungsphasen werden die organischen Kohlenstoffverbindungen unter Mitwirkung von Sauerstoff abgebaut. Dieser Abbau erfolgt durch eine breit diversifizierte und adaptierte Mikroorganismenbiozönose. Die wichtigsten Bakterien im Belebtschlamm zur Elimination organischer Abwasserinhaltsstoffe sind die chemo-organo-heterotrophen aeroben und anaeroben Bakterien. Diese Bakterien senden die notwendigen Enzyme zur Oxidation der biologisch abbaubaren Verbindungen aus. Kohlenhydrate oder Fette werden zunächst durch Hydrolyse in kleinere Moleküle enzymatisch zerlegt (in mehrere C-Körper, Fettsäuren oder Aminosäuren). Die kleineren Bausteine werden dann weiter biologisch abgebaut und mineralisiert.

Das Ziel der Abbauprozesse ist, einen hohen Grad der Mineralisierung zu erreichen und Endprodukte wie CO2 und H2O zu gewinnen. Biologisch schwer abbaubare (persistente) organische Stoffe können von diesen Enzymen nicht mineralisiert werden ‒ sie verbleiben im Abwasser.