UV Entkeimung

Entkeimung mittels UV-Strahlung

Seit den 1970er Jahren wird die UV-Technik zur Desinfektion von Abwasser verwendet. Stand der Technik sind quecksilberhaltige UV-Lampen. Man unterscheidet dabei zwischen den Mitteldruckstrahlern mit einem breiten Emissionsbereich von UVC bis Infrarot und den Niederdruckstrahlern, die monochromatisch bei der Wellenlänge 254 nm (UVC) emittieren. Quecksilber-Niederdruckstrahler mit einem Innendruck von ca. 1 Pa haben eine Effizienz von 25–45 % im emittierten Wellenlängenbereich.

Die Effizienz der Entkeimung hängt in erster Linie von der wirksamen und ausreichenden UV-Dosis im zu behandelnden Abwasser ab. Die UV-Dosis H [J/m²] (auch als UV-Fluenz bezeichnet) ist das Produkt aus der Bestrahlungsstärke [W/m²] und der Bestrahlungszeit t [s]. Wirksame und ausreichende UV-Dosen zur Entkeimung liegen im Bereich von 400–700 J/m2. Die Einhaltung dieser UV-Dosen ist insbesondere im Hinblick auf die Wiederverkeimung von UV-bestrahltem Abwasser wichtig, da Photoreaktivierungen verschiedener Mikroorganismen bei zu geringen Strahlungsdosen auftreten können.

Die UV-Entkeimung ist eine effiziente Nachbehandlungsstrategie in Kleinkläranlagen, um Viren und Bakterien abzutöten. Lesen Sie hier aktuelles über die Gefährdung durch den SARS-CoV2-Virus im häuslichen Abwasser.