SBR Anlage

Funktionsprinzip einer SBR-Kleinkläranlage mit Schlammstabilisierung

Der Zyklus einer klassischen SBR-Kleinkläranlage mit Schlammstabilisierung besteht aus drei Phasen. In der ersten Phase wird das Abwasser biologisch gereinigt. Dies geschieht durch Belüftungs-Pausen-Intervalle (Abb. a und b). Eine Belüftungsvorrichtung am Beckenboden wälzt den Belebtschlamm um und versorgt die heterotrophen Bakterien im Schlamm mit Sauerstoff. Dadurch können aerobe Abbauprozesse ablaufen, um gelöste organische und anorganische Schadstoffe in CO2 und H2O umzuwandeln. Darauf folgt eine Pause, in der kein neuer Sauerstoff in das System eingetragen. Somit können anaerobe Abbauprozesse starten. Die Bakterien verwenden während dieser Phase andere Elektronenakzeptoren wie Nitrat, Eisen, Mangan und Sulfat, um organische Verbindungen zu Kohlendioxid und Methan zu zersetzen. Diese Taktung wird über mehrere Stunden (bspw. 12 Stunden) abwechselnd durchgeführt.

Danach beginnt die Absetzphase, in der sich der Belebtschlamm auf der Beckensohle absetzt. Das gereinigte Abwasser befindet sich nun im oberen Bereich, welcher als Klarwasserzone bezeichnet wird. In diesem Zeitraum wird nun das zuvor als Belebungsbecken genutzte Behältervolumen als Nachklärbecken eingesetzt (Abb. c).

Anschließend läuft die Klarwasserabzugsphase als letzte Phase des Zyklus ab. Hier wird im oberen Beckenbereich aus der Klarwasserzone das gereinigte Abwasser mittels Mammutpumpe (Druckluftheber) abgezogen. Das saubere Abwasser gelangt über einen kleinen Vorlagebehälter mit Überlauf zum Ablauf der Anlage.

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Zyklus einer SBR-Anlage mit aerober Schlammstabilisierung; a. Belüftungsintervall; b. Pausenintervall; c. Absetzphase. Bildrechte gehören der Batchpur GmbH & Co KG und wurden für diese Veröffentlichung bereitgestellt.