Methan Kleinkläranlage

Neuer Höchststand des Treibhausgases Methan

Kohlenstoff bildet zahlreiche Wasserstoffverbindungen. Der einfachste Kohlenwasserstoff ist das farb- und geruchlose Gas Methan mit der Summenformel CH4. Die Dichte von Methan ist kleiner als die von Luft und steigt daher in die höheren Schichten der Atmosphäre auf. Es ist nach Kohlendioxid das zweitwichtigste anthropogene Triebhausgas. Obwohl die Konzentration an Methan in der Atmosphäre deutlich niedriger als die von Kohlendioxid ist, ist es schädlicher als Kohlendioxid. So absorbiert es Infrarotstrahlung effektiver und trägt daher aufgrund des „Treibhauseffekts“ erheblich zur Erwärmung des Planeten bei. Zusätzlich zu diesem direkten Effekt ist Methan auch an einer Vielzahl chemischer und photochemischer Reaktionen in der Troposphäre und Stratosphäre beteiligt, deren Produkte auch die globale Erwärmung beeinflussen.

Nach aktuellsten Zahlen der National Oceanic and Atmospheric Administration erreichte die Konzentration von atmosphärischem Methan nim Jahr 2019 fast 1.875 Teile pro Milliarde (1). Dies ist der höchste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1983. Wird dieser Wert am Ende des Jahres bestätigt, wäre dies der zweithöchste Anstieg des Methangehalts seit mehr als 20 Jahren.

Woher stammen diese hohen Methan-Konzentrationen in der Atmosphäre?

Methanemissionen stammen hauptsächlich aus natürlichen Quellen wie Feuchtgebieten, der Landwirtschaft sowie Öl- und Gasquellen. Der einfachste Weg, die Methanverschmutzung einzudämmen, besteht darin, die Freisetzung aus Öl- und Gasbohrstellen zu reduzieren.

Aber auch viele Kleinkläranlagen produzieren während ihrer mechanisch-biologischen Abwasserbehandlung durch die stattfindenden Faulprozesse schädliches Methan. Insbesondere Kleinkläranlagen die eine Vorklärung zur Schlammspeicherung besitzen, wie beispielsweise sogenannte Stromlos-Anlagen, Pflanzenkläranlagen und viele technische Anlagen wie Wirbelbettanlagen, Festbettanlagen oder SBR-Anlagen mit Vorklärung. Um die Methanemssion in der dezentralen Abwasserbehandlung zu reduzieren, empfiehlt sich der Einsatz von sogenannten SBR-Anlagen mit aerober Schlammstabilisierung. Dort finden keine Faulprozesse statt und somit entsteht in diesem Anlagentyp kein schädliches Methan. Erfahren Sie hier mehr über SBR-Anlagen mit aerober Schlammstabilisierung.